Plattform-AGB
Stand: 2026-10-24-v4
1. Geltung und Plattformleistung
Diese Bedingungen gelten für die Nutzung des Online-Marktplatzes. Die Plattform stellt Such-, Angebots-, Kommunikations-, Bestell- und Zahlungsfunktionen bereit. Sie ist nicht Verkäuferin der angebotenen Waren. Verkäufer und Vertragspartner des Käufers ist die im Angebot und im Bestellablauf ausgewiesene Person oder das dort ausgewiesene Unternehmen.
Bei Bestellungen über den Plattform-Checkout gilt: Enthält eine Bestellung Waren mehrerer Verkäufer, kommt für jeden Verkäufer ein gesonderter Kaufvertrag zustande. Der Kaufvertrag wird nach erfolgreicher Zahlung durch die elektronische Bestellbestätigung zwischen Käufer und dem jeweils ausgewiesenen Verkäufer bestätigt. Für Kontaktinserate und den separaten Ankaufbereich gelten die nachstehenden unterschiedlichen Abläufe.
2. Konto und Nutzung
Ein Nutzerkonto darf nur von volljährigen und unbeschränkt geschäftsfähigen Personen eröffnet werden. Nutzer müssen richtige und aktuelle Angaben machen, Zugangsdaten schützen und dürfen Konten nicht ohne Erlaubnis an Dritte übertragen.
Rechtswidrige, irreführende, gefährliche, gefälschte oder Rechte Dritter verletzende Inhalte und eine missbräuchliche oder sicherheitsgefährdende Nutzung sind untersagt.
3. Angebote, Bestellung und Zahlung
Produktmerkmale, Verkäuferstatus, Artikelpreis, Versandkosten, Steuern, Lieferbedingungen und Verfügbarkeit ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot und Checkout. Bestand, Verkäuferstatus und maßgebliche Pflichtangaben werden vor dem Zahlungsstart erneut geprüft. Ist eine Voraussetzung nicht mehr erfüllt, wird die Bestellung nicht zahlbar abgeschlossen.
Zahlungen für Warenbestellungen über den Plattform-Checkout werden über Stripe verarbeitet. Die Plattform zieht den Betrag ein und leitet den Händleranteil nach Maßgabe der Zahlungs- und Auszahlungsregeln weiter. Die Bestellbestätigung enthält den Vertragspartner und die gespeicherten Vertragsinformationen; gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
Meldeweg bei Problemen: Erhält der Käufer eine über den Plattform-Checkout bezahlte Bestellung nicht, kann er dies an der Bestellung melden, frühestens ab dem angegebenen spätesten Liefertermin und bis 30 Kalendertage danach. Ist kein Liefertermin gespeichert, beginnt das Fenster 7 Kalendertage nach dem Versand, bei nicht versandten Bestellungen 14 Kalendertage nach dem Zahlungseingang. Andere Probleme mit dem Artikel kann der Käufer jederzeit an der Bestellung melden. Der Händler soll innerhalb von 3 Werktagen (Montag bis Freitag) antworten. Ist das Problem nicht gelöst, kann der Käufer frühestens 3 und spätestens 21 Werktage nach seiner Meldung Sevrado einschalten. Sevrado prüft den Fall nach den unter „Meldeweg bei Problemen“ veröffentlichten Regeln und teilt Käufer und Händler die Entscheidung mit Begründung mit. Eine Erstattung nach einer Entscheidung erfolgt durch den Händler: Sevrado holt den Betrag beim Händler zurück und zahlt ihn über den Zahlungsdienstleister Stripe an den Käufer aus. Gelingt die Rückholung beim Händler nicht, erfolgt keine Zahlung aus Mitteln von Sevrado; dem Käufer bleibt der Weg über seinen Zahlungsdienstleister offen. Sevrado übernimmt keine Garantie für Ware oder Lieferung. Der Meldeweg ist ein freiwilliger Zusatzdienst; gesetzliche Rechte, insbesondere Gewährleistungs- und Widerrufsrechte, bleiben unberührt.
Der öffentliche Händlerverkauf und der geschützte Großhandel sind unterschiedliche Verkaufskanäle. Der Großhandel richtet sich an aktive Händlermitglieder. Maßgeblich sind die im jeweiligen Kanal ausgewiesenen Angebote, Preise und Vertragsinformationen.
Private Kontaktinserate ermöglichen die Kontaktaufnahme zwischen Verkäufer und Interessenten. Für diese Inserate stellt die Plattform keinen Waren-Checkout bereit; Kaufvertrag, Zahlung und Übergabe vereinbaren die Beteiligten direkt. Ein Kaufgesuch beschreibt zunächst den Bedarf und ist für sich allein weder eine Bestellung noch ein Kaufvertrag. Der weitere Abschluss richtet sich nach dem jeweils angebotenen Verkaufsablauf.
Händler können auf der Produktseite, im Händlerprofil und im Händlerverzeichnis das Kennzeichen „Geprüfter Händler“ tragen. Es bedeutet ausschließlich, dass Sevrado folgende Angaben mit dem jeweils angezeigten Datum geprüft hat: Identität (Stripe) – abgeschlossene Identitäts- und Kontoprüfung durch den Zahlungsdienstleister; USt-IdNr. (VIES/BZSt) – gültig laut VIES oder qualifizierter Bestätigung des Bundeszentralamts für Steuern, höchstens 12 Monate alt; Gewerbenachweis – Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug oder vergleichbarer amtlicher Nachweis, höchstens 24 Monate alt und nur für den aktuellen Rechtsträger, die aktuelle Anschrift und den aktuellen Registereintrag; Anbieterangaben – vollständige Pflichtangaben des Händlers. Das Kennzeichen bewertet weder Waren noch Lieferzuverlässigkeit und begründet keine Garantie oder Einstandspflicht von Sevrado. Es entfällt automatisch, sobald eine Voraussetzung nicht mehr erfüllt ist, eine Prüfung abläuft oder der Händler sich in einer Nachfrist zur Erfüllung von Pflichtangaben befindet.
4. Separater Ankaufbereich und Händler-Abo
Privatverkäufer können Artikel (Felgen und Kompletträder) kostenlos im Ankaufbereich einstellen. Teilnehmende Händler mit gültiger Ankaufberechtigung können während der 24-stündigen Angebotsphase selbst Kaufangebote abgeben. Ein Angebot, Verkauf oder Zahlungseingang wird nicht garantiert. Der Privatverkäufer entscheidet über die Annahme eines verfügbaren Angebots; Vertragspartner des Ankaufs sind der Privatverkäufer und der ausgewählte Händler, nicht Sevrado.
Vor der Annahme werden Kaufpreis, Übergabeart, Versand- und Rücksendekosten sowie Prüfungs- und Zahlungsbedingungen angezeigt. Nach Übergabe und Warenprüfung überweist der Händler direkt an den Verkäufer. Ein abweichender Preis bedarf dessen ausdrücklicher Zustimmung. Sevrado verarbeitet diese Warenzahlung nicht über Stripe und übernimmt durch die Bereitstellung des Ablaufs weder den Versand noch eine Zahlungsgarantie. Für diesen Zahlungseingang benötigt der Privatverkäufer kein Stripe-Konto; gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
Die Händlerteilnahme am Ankaufbereich wird über ein separates monatliches, monatlich kündbares Abo abgerechnet. Maßgeblich sind Preis, Steuerangaben und Laufzeit im Abo-Buchungsablauf; die Abo-Zahlung erfolgt über Stripe. Das Abo garantiert keine bestimmte Zahl von Inseraten, Angeboten oder Abschlüssen. Es fällt keine zusätzliche Ankaufprovision an. Ein Abo-Ende hebt bereits vereinbarte Ankäufe und daraus entstandene Pflichten nicht auf; diese Vorgänge bleiben bearbeitbar.
5. Inhaltsmoderation, Meldungen und Einschränkungen
Zur Durchsetzung von Gesetzen und diesen Bedingungen können Angebote abgelehnt, deaktiviert oder in ihrer Sichtbarkeit begrenzt sowie Konto-, Verkaufs- oder Zahlungsfunktionen verhältnismäßig eingeschränkt werden. Dabei werden Meldungen und Einzelfälle durch befugte Personen geprüft. Zusätzlich kontrollieren regelbasierte Verfahren, ob dokumentierte Pflichtangaben, Freigabestatus und Fristen erfüllt sind; eine verhaltensbasierte Bewertung findet dabei nicht statt.
Rechtswidrige Inhalte können über die Meldefunktion am Angebot oder die im Impressum genannte DSA-Kontaktstelle gemeldet werden. Betroffene Nutzer erhalten grundsätzlich eine konkrete Begründung. Sie können Tatsachen berichtigen und eine menschliche Überprüfung sowie gegebenenfalls die Wiederherstellung beantragen, soweit einer Offenlegung oder Wiederherstellung keine gesetzlichen, behördlichen oder zwingenden Sicherheitsgründe entgegenstehen.
6. Inhalte, Rechte und zusätzliche Vertriebskanäle
Nutzer behalten ihre Rechte an eigenen Inhalten und räumen der Plattform nur die für Anzeige, Suche, Moderation und Vertragsabwicklung erforderlichen, nicht ausschließlichen Nutzungsrechte ein. Eine Übertragung oder ein Export zu einem zusätzlichen Vertriebskanal erfolgt nur, wenn der Händler die jeweilige Verbindung oder Exportfunktion aktiviert. Ein Dateiexport veröffentlicht noch kein Angebot auf einer Drittplattform.
7. Verfügbarkeit, Haftung und Schlussbestimmungen
Wartung, Sicherheitsmaßnahmen, Störungen oder Dienste Dritter können Funktionen vorübergehend begrenzen. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit wird nicht zugesagt. Es gelten die gesetzlichen Haftungsregeln; zwingende Verbraucherrechte und der gesetzliche Gerichtsstand für Verbraucher werden nicht eingeschränkt.
Für Unternehmer gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Soweit gesetzlich zulässig, ist der Sitz des Plattformbetreibers Gerichtsstand. Unwirksame Einzelbestimmungen berühren die übrigen Bedingungen nicht.
Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dieser Bedingungen und der Plattformoberfläche in andere Sprachen dienen nur der Information; maßgeblich ist ausschließlich die deutsche Fassung. Das gilt auch für Bestellungen, die über eine fremdsprachige Oberfläche abgeschlossen werden.
8. Beendigung des Nutzungsvertrags
Du kannst den Nutzungsvertrag jederzeit durch Löschung deines Kundenkontos in den Konto-Einstellungen beenden. Bereits geschlossene Kaufverträge mit Händlern oder privaten Verkäufern bleiben davon unberührt; solange solche Verträge oder damit zusammenhängende Vorgänge noch offen sind, ist die Löschung erst nach deren Abschluss möglich. Händlerkonten werden über den Support geschlossen.